Villa Grabau
Toskana urlaub villa
Die Villa Grabau in S.Pancrazio liegt an den Ausläufern der Luccheser Hügel, unterhalb der Pizzorne. Sie wurde im 15.Jhdt auf den Ruinen eines mittelalterlichen Ortes erbaut, von denen einige Überreste während zufälliger Ausgrabungsarbeiten durch die mächtige, Luccheser Kaufmansfamilie Diodati gefunden wurden.
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Ihr Wappen, in grauen Stein gemeiβelt, befinet sich noch heute auf der Nordseite des Wohnsitzes. Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte ging der Wohnsitz über auf die Grafen Orsetti und dann infolge einer Heirat auf die Markgrafen Cittadella. Die verschiedenen weiteren Besitzer bauten im Laufe der Zeit den original-gotischen Stil um. Zuerst im Stile der Renaissance und dann schlieβlich im Stile des Klassizismus.
Die Villa ist uns in dieser Bauweise bis heute erhalten geblieben. Dies geschah auch Dank des Einflusses von Elisa Baciocchi, Schwester von Napoleone Bonaparte, die ebenso die nahe Villa Reale von Marlia verändert hatte. Im Jahre 1868 ging die Villa an Rodolfo Schwarte, einem reichen deutschen Bankier, ansässig in Livorno, der mit Carolina Grabau, Tochter des Carlo Grabau verheiratet war.
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Dieser Letztere wurde 1784 in Hamburg geboren und als Generalkonsul aus der Hansestadt der Nordsee in das Groβherzogtum der Toskana versetzt. Die Schwartze's hatten keine Kinder und die Villa von San Pancrazio ging an die Nachkommen von Carolina.
Der 9- Hektar groβe Park ist einer der interessantesten der Lucchesia, sowohl aufgrund seiner Form als auch aufgrund der Vielfalt und Seltenheit der Pflanzen, er stellt sich aus verschiedenen architektonischen Gärten zusammen.
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Alles fügt sich harmonisch ineinander, sodass man die verschiedenen Gartenbaustile beobachten kann, die sich im Laufe der Zeit abwechselten, ohne dabei übervoll zu wirken und dabei, um im Gegenteil, einen wohl proportionierten und spektakulären Park erschufen. Hier kann man verschiedenste Pflanzen mit ungewöhnlichen Proportionen bewundern.
Die Villa
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Der Englische Garten
Der Garten im englischen Stil, den es sicher schon im 16 Jahrhundert gab, bestand aus althergebrachten Pflanzen und Bäumen, die auch noch heute weitläufige Wälder bilden. In diesem kann man besondere Exemplare wie z.B. die Sommereiche (Quercus robur), Steineichen (Quercus ilex), Hornbuchen ( Carpinus betulus), Linden( Tiglia plathyphillos), Feldahorn und Schneeballsträucher(Viburum) bewundern,alles typische Pflanzen eines spontanen Gartens. Unter all den verschiedenen Raritäten verdient die "Michelle" ohne Zweifel hervorgehoben zu werden. Sie ist auch bekannt unter den Namen "Bananenstrauch" (Michelia figo). Auch eine besondere Eiche, die "Quercus " Andleyensis" ist sicher nur in diesem Park der Lucchesia zu finden. Zeugnis eines " Jugendstilparks", der sich Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete ist die Anwesenheit einiger Palmen, unter ihnen ein mayestätisches Exemplar aus Kalifornien ( Washingtonia filifera) und eine Dattelpalme von den Kanarischen Inseln.
Der Italienischer Garten
Der Garten im italienischen Stil mit seinem schönen hügeligen Hintergrund präsentiert sich als halbovaler Garten, er wirkt belebt durch die perspektivische Anordnung der hohen Büsche. Diese bilden wie eine spanische Wand convexer Wellen, die unterbrochen werden von Darstellungen weiblicher Marmorstatuen wie z.B. Cerere, Venere, Pomona etc. Die Anordung dieses Gartens verkörpert für Auβenstehende ein Juwel der Baukunst; er ist so angelegt, dass er die Ausmaβe des Parks terrassenartig aufteilt, dekoriert mit schwarz-weiβen Mosaiken, diese wiederum bilden einen Kontrast mit dem kurvenlinienförmigen Fortlauf der Hecken hügelwärts. Er beinhaltet auch eine reichhaltige Sammlung von über 100 Tongefäβen "conche di limone" (Zitronenschüsseln) mit Stempeln der Wappen der früheren Auftraggeber versehen. Diese Zitronenbäume kommen während der Winterzeit in das wunderbare Zitronengewächshaus, dieses Gebäude wiederum ist ein bemerkenwertes architektonisches Meisterwerk, welches aus der Zeit zwischen dem 16.-und 17. Jahrhundert stammt und sicherlich zu den wichtigsten und schönsten der Lucchesia gehört. Die zwei Brunnen des "italienischen Gartens" sind schon an sich bemerkenswert, aber noch schöner durch die Bronzenmaske in Form des Satyrkopfes. Diese werden der späten Zeit des florentinischen Manierismus zugeschrieben und stammen von Pietro Tacca ( 1577- 1640). Aus der gleichen Zeit gibt es e ine groteske Statue aus Stein die eine Schildkröte symbolisiert, die einen Drachen mit Menschenkopf stützt und eine Fratze auf dem Rücken aus deren Mund ein Schwanz kommt.





























